Vom 1. – 27.8.25 zeigt das Obere Foyer des Rathauses die Ausstellung zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe.

Wenn Städte schweigen und Kinder sprechen

Ausstellung zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Oberen Foyer des Rathauses

Am 6. August 1945 um 8:15 Uhr wurde die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte über Hiroshima abgeworfen. Nur drei Tage später, am 9. August um 11:02 Uhr, traf eine zweite Atombombe die Stadt Nagasaki. Mehr als 210.000 Menschen verloren ihr Leben, über 150.000 wurden verletzt. Auch fast 80 Jahre später leiden viele Überlebende und ihre Nachkommen weiterhin unter den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung.

Zum Gedenken an dieses erschütternde Ereignis zeigt die Stadt Würzburg die Ausstellung „Wenn Städte schweigen und Kinder sprechen“. Sie verbindet eindringliche historische Bilder mit hoffnungsvollen Visionen – als Erinnerung an die Vergangenheit und als eindringlichen Appell für eine friedliche Zukunft.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen:
Teil I: „Hiroshima & Nagasaki – Die Realität des Atomkriegs“
Hier werden 20 Fotos gezeigt, die das Ausmaß der Zerstörung dokumentieren: eingestürzte Gebäude, verwüstete Landschaften und verformte Alltagsgegenstände. Diese eindrucksvollen Bilder machen die verheerenden Folgen von Atomwaffen sichtbar und rufen zu einem entschiedenen Einsatz für den Frieden auf.

Teil II: „Friedliche Städte – Kinder zeigen uns ihre Welt“
Im Kontrast dazu präsentiert der zweite Teil 30 farbenfrohe Kunstwerke aus dem Kinder-Malwettbewerb „Friedliche Städte“ der internationalen Initiative Mayors for Peace. Die Bilder spiegeln die Welt aus der Sicht von Kindern wider – voller Hoffnung, Träume und Harmonie – und laden zum Nachdenken über eine friedliche Zukunft ein.

Würzburg ist seit 1992 Mitglied im Netzwerk Mayors for Peace und unterhält seit 2013 eine Städtepartnerschaft mit Nagasaki. Oberbürgermeister Martin Heilig betont: „Aus dieser besonderen Verbindung heraus sieht es die Stadt Würzburg als ihre Verantwortung, zur Erinnerung, zur Mahnung und zur Friedensarbeit beizutragen.“ Anfang August nehmen Vertreter der Stadt Würzburg an der Generalkonferenz der Mayors for Peace in Nagasaki teil.

Ein weiteres Symbol des Friedens sind die Papierkraniche, die in der japanischen Kultur für Heilung und Hoffnung stehen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, in der Ausstellung selbst welche zu falten – Material und Anleitungen stehen bereit.

Die Ausstellung ist vom 1. bis 27. August im Oberen Foyer des Rathauses geöffnet:
Montag bis Donnerstag 8:00 – 18:00 Uhr, Freitag 8:00 – 13:00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Beim internationalen Gedenktag am 8. Juli setzten in Deutschland mehr als 600 Städte mit dem Hissen der Mayors for Peace-Flagge ein starkes Zeichen für nukleare Abrüstung und Frieden. Oberbürgermeister Martin Heilig, Stadträtin Barbara Meyer (mit der Fahne) und Ökopax Würzburg nutzten den Tag, um in einer geopolitisch instabilen Zeit eine klare Botschaft auszusenden.
Foto: Georg Wagenbrenner