Am 5. November erklingt um 19.30 Uhr in der St. Johanniskirche das „deutsche Requiem“ von Brahms.

Aufgeführt wird dieses einzigartige Werk vom Oratorienchor Würzburg und der Vogtlandphilharmonie unter der Leitung von Matthias Göttemann. Als Solisten sind die Sopranistin Christina Roterberg und der Bariton Heiko Trinsinger zu hören.

Während im römisch-katholischen Requiem um das Seelenheil der Verstorbenen gebeten wird, vollzieht Brahms in seinem in heutiger Form 1869 uraufgeführten Werk einen interessanten Perspektivwechsel. „Ein deutsches Requiem“ ist bei genauerer Betrachtung eigentlich keine Messe für die Toten, sondern für die Lebenden. Im Mittelpunkt dieser ergreifenden Musik stehen die Hinterbliebenen – ihre Tränen und ihr Trost.

Brahms verwendet für sein Werk nicht die üblichen lateinischen, sondern deutsche Texte aus dem Alten und Neuen Testament. Dabei wählte er die Textstellen nicht nur nach der spirituellen Botschaft aus, sondern nach ihrer „Musiktauglichkeit“, wie er selbst bekannte. Diese perfekte Verbindung zwischen Musik und Text zieht den Hörer in ihren Bann.

Zu Beginn des Programms erklingen die sogenannten „Haydnvariationen“, ebenfalls von Johannes Brahms. Das vergnügte Thema stammt aus einem wohl fälschlicherweise Joseph Haydn zugeschriebenen Divertimento und nennt sich „Chorale St. Antoni“.

Karten für das Konzert sind unter www.oratorienchor-wuerzburg.de oder unter Tel. 0931 14420 ab 17 Euro (ermäßigt ab 9 Euro) erhältlich. Restkarten an der Abendkasse.