Die Ausstellung ist bis 21.8.25 in der offenen Kirche St. Stephan am Wilhelm-Schwinn-Platz in Würzburg zu sehen.
Kantig. Grob. Klar. Die Skulpturen von Marco Bruckner stellen sich quer – genau wie der Reformator, dem sie gewidmet sind. In der Ausstellung „Luther kantig“ zeigt der junge, mehrfach ausgezeichnete Holzbildhauer kraftvolle Werke, die sich mit Martin Luther und seiner widersprüchlichen Rolle im Bauernkrieg auseinandersetzen.
Mit Motorsäge und rohem Holz reduziert Bruckner seine Figuren auf das Wesentliche – und trifft damit ins Mark: existenzielle Fragen, persönliche Botschaften, geistige Reibung. Seine Luther-Skulpturen kommentieren die Reformation nicht gefällig, sondern fordern zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung heraus.
Der Künstler, geboren 1996 in einem 40-Seelen-Dorf im Chiemgau, hat sich früh für das Holz entschieden – und für einen unbequemen, künstlerischen Weg mit Ecken und Kanten. Seine Werke waren bereits in Berlin, Hirschegg und an vielen anderen Orten Deutschlands zu sehen. Nominierungen für den Deutschen Kunstpreis sowie den Europäischen Gestaltungspreis unterstreichen seine internationale Relevanz.
„Jeder Mensch hat eine Botschaft – und die soll in die Welt hinaus“, sagt Bruckner.
„Kunst ist Kommunikation ist Begegnung ist Religion ist Leben“, ergänzt Kurator Pfarrer Frank Witzel.
Die Ausstellung ist vom 16. Juli bis 21. August 2025 während der Öffnungszeiten der offenen Kirche St. Stephan in Würzburg frei zugänglich.
